Sterbebegleitung
Klangbehandlung in der Hospiz- und Palliativversorgung
Das Lebensende ist häufig von starken Schmerzen und großen Ängsten geprägt. Vielfältige Erfahrungen zeigen, dass Klangbehandlung in beiden Feldern erhebliche Linderung ermöglicht.
Häufige Anwender sind:
- stationäre und teilstationäre Hospize
- ambulante Hospizdienste und deren ehrenamtliche Sterbebegleiter*innen
- Pflegeheime
- Palliativstationen von Kliniken
- selbständige Klang- und Musiktherapeut*innen, die in diesem Bereich arbeiten
Palliativ-Flyer
Das wichtigste Erfolgskriterium für die Wirksamkeit von Klangbehandlungen in der Hospizarbeit ist das subjektive Empfinden des Patienten. Im Einzelfall ist eine spezifische Analyse der vorhandenen körperlichen und psychischen Symptome sowie der Gesamtverfassung vor und nach den Behandlungen sinnvoll und mit dem Patienten zu besprechen.
Symptome, bei denen häufig von Linderung durch Klangbehandlung berichtet wird:
- Schmerzen: Schmerzen gehören zu den häufigsten und belastendsten Symptomen am Lebensende, vor allem bei fortschreitenden Krebserkrankungen oder chronischen Krankheiten. Somit ist die Schmerzbehandlung ein zentraler Bestandteil der Hospizarbeit und wird individuell angepasst, um dem Menschen ein würdiges Lebensende zu ermöglichen.
- Atemnot: Atemnot ist ein häufiges Symptom, das entweder durch die Erkrankung selbst oder durch die Auswirkungen der fortschreitenden Organinsuffizienz verursacht wird. Atemnot kann zu Angst führen, was den Kreislauf von Stress und Atemnot möglicherweise weiter verstärkt.
- Angstzustände: Angst und Furcht vor dem Sterben sind häufige emotionale Reaktionen. Patienten können sich vor dem Unbekannten fürchten, vor dem Verlust der Kontrolle über ihren Körper oder vor Schmerzen.
- Unruhe und Spannung: Viele Menschen erleben innere und äußere Unruhe, besonders in den letzten Tagen oder Stunden ihres Lebens.
- Verwirrtheit (Delirium): Verwirrtheit ist ebenfalls ein häufiges Symptom in der letzten Lebensphase. Sie kann durch die Krankheit selbst, Medikamente, Sauerstoffmangel oder Stoffwechselstörungen verursacht werden. Patienten verlieren die zeitliche und räumliche Orientierung oder es treten Halluzinationen auf.
- Somnolenz: Viele Menschen in der letzten Lebensphase werden zunehmend schläfrig und verbringen viel Zeit liegend. Somnolenz ist ein Zeichen dafür, dass der Körper sich langsam auf das Lebensende vorbereitet. In dieser Phase kann der Kontakt zum Umfeld reduziert sein, und der Fokus liegt für die Betreuenden liegt auf der Unterstützung und der Gewährleistung eines friedlichen Übergangs.
- Apathie: Apathie ist ein Zustand des Gefühls von Teilnahmslosigkeit, der oft beobachtet wird. Menschen können dann desinteressiert oder gleichgültig gegenüber ihrer Umgebung wirken, was häufig mit einem sinkenden Energielevel und einem Rückzug von sozialen Interaktionen zusammenhängt.
- Körperliche Schwäche: Körperliche Schwäche ist ein in der Regel vorherrschendes Symptom am Lebensende. Der Patient hat immer weniger Energie, kann sich nur noch schwer bewegen und hat oft Schwierigkeiten beim Sprechen oder Essen. In den meisten Fällen wird die körperliche Schwäche begleitet von einer zunehmenden Abnahme der Muskelfunktion und Beweglichkeit.
- Depressionen: Depressionen sind häufige emotionale Begleiterscheinungen als Reaktion auf die momentane Lebenssituation, vor allem in Zusammenhang mit der Konfrontation mit dem Tod.
Es wird keine musikalischen Fertigkeiten oder Grundausbildung für die Anwendung der Körpertambura vorausgesetzt. Im Grunde ist die Handhabung des Instruments auch von völligen musikalischen Laien zu bewältigen. Einzig für die Stimmung des Instruments braucht es ein Stimmgerät und etwas Übung, was aber durch eine kurze Einführung unschwer erlernbar ist. Für die Spielenden besteht die Herausforderung darin, sich auch in Grenzsituationen in die bespielte Person hineinzufühlen und das Spiel entsprechend anzupassen.
Häufig verwendete Instrumente
Körpertambura®
Die Körpertambura® ist aus der Palliativpflege nicht mehr wegzudenken: zahlreiche Begleitende nutzen dieses handliche und doch wirkungsvolle Instrument täglich zur Entspannung, als Grundlage für Gespräche oder für Klangreisen.
Ein wichtiges Zubehör sind die hohen Bogenfüße mit deren Hilfe das Instrument über den Gast gestellt wird: sie erlauben dem Gast eine intensive Klangerfahrung, ohne direkte Berührung, welche aufgrund der Vulnerabilität als zu invasiv oder schlichtweg als schmerzhaft empfunden werden kann.
Klangrad®
Das Klangrad eignet sich als Mittel, mit dem Gäste auch mit schweren Einschränkungen sich selbst und die Kraft der Klänge erleben können.
Das Klangrad wird auch äußerst positiv von Familien aufgenommen, die sich im Zimmer des Gastes versammeln und deren verbaler Austausch versiegt ist. Die Familie beginnt von selbst, mittels klanglichem und einfachem melodiösen Ausdruck in Kontakt zu kommen.
Klangstuhl
Gäste mit ausreichend Körperspannung schätzen den Klangstuhl als ein Instrument, in dem sie würdevoll im Sitzen behandelt werden. Die majestätische Klangentwicklung gepaart mit Vibrationserleben im ganzen Körper entspannt und regt zu Klangreisen an.
Erfahrungsberichte
Klangstuhl® in Palliativstation
Im neuen Snoezel-Raum haben wir auch einen Klangstuhl. Einerseits hat das Bespielen einen sehr hohen Entspannungswert, andererseits auch physiologisch: Sekret lockert sich durch die Vibrationen und auch Schmerzzustände werden erträglicher.
Nicht zu unterschätzen sind auch die Gedanken, die die Patienten in der Entspannung zulassen können. Eine Patientin brach neulich in Tränen aus, weil sie sich auf dem Klangstuhl an Musikerlebnisse in ihrer Jugend zurückversetzt gefühlt hat. Das hat sie emotional tief bewegt.
Gabriele Kolb, Palliativschwester am Delme-Klinikum, Delmenhorst
Klangrad® in Kinder- und Jugendhospiz
Seit letztem Sommer haben wir im Göttinger Kinder- und Jugendhospiz Sternenlichter ein Klangrad und ich freue mich als Musiktherapeutin dort es vielseitig einzusetzen, sowohl interaktiv, als auch für eine rezeptive musiktherapeutische Behandlung mit intuitivem Spiel.
Viele Gäste dort sind nicht in der Lage eigenständig ihre Hände zu führen, jedoch mit Unterstützung von mir oder wie hier im Video von der Mutter des jungen Mannes, erfahren die schwer Erkrankten einen tollen Effekt, selbst Musik machen zu können mit nur einem Finger, während das Rad gedreht wird.
Die Möglichkeit somit selbst Musik zu machen, erfreute unseren Gast so sehr, dass er gar nicht aufhörte zu Strahlen und als ich später Körpertambura für ihn spielte, deutete seine Mutter seine Gestik dahingehend, dass er auch dieses Instrument spielen möchte. Gesagt getan. Auch da schenkte er uns ein Lächeln. Er hatte ganz eindeutig die Tamburastimmung vom Klangrad wiedererkannt.
Dieses wunderbare Klanginstrument, in seiner Wirksamkeit so vielfältig, lässt sogar bei massiven Einschränkungen das Gefühl entstehen, selbstwirksam Musik erklingen zu lassen und bei so viel alltäglicher Abhängigkeit mal etwas eigenes geschafft zu haben. Das lässt das Herz hüpfen! Und somit die Seele ein kleines Stück befrieden.
Marie-Sophie von Düring, Musiktherapeutin am Kinder- und Jugendhospiz Sternenlichter, Göttingen
Körpertambura® in Palliativstation
Wegen heftiger Schmerzen durch Knochenmetastasen und einen geschwollenen Arm konnte Andreas nicht einmal ein T-Shirt tragen. Ich bespielte ihn mit der Körpertambura auf unserem Wasserbett im Snoezelraum. Er strahlte wie ein kleines Kind. Zwei Minuten später war Andreas eingeschlafen und schlief in dieser Position 1,5 Stunden, für ihn ein Rekord. Er hat es so genossen, dass er die Tage danach täglich im Snoezelraum war und sich immer wieder mit der Körpertambura hat bespielen lassen.
Gabriele Kolb, Palliativschwester am Delme-Klinikum, Delmenhorst
Körpertambura® in Hospiz (Dietrich)
Ein 65jähriger Mann war zwei Wochen zuvor in ein Hospiz überwiesen worden. Er litt an einem metastasierten Bronchialkarzinom im Endstadium. Der kachektische Patient litt unter Atemnot schon bei leichten körperlichen Belastungssituationen, wie zum Beispiel dem Gehen kurzer Wegstrecken. Er fühlte sich traurig, deprimiert und ohne Energie. Er klagte auch über Todesangst. (…) Als die Therapeutin ihn zum ersten Mal traf, sprach er mit einem Priester über spirituelle Fragen. (…). Als die Therapeutin ihm die Körpertambura und ihre Einsatzbereich beschrieb, erklärte sich der Patient bereit, an einer musiktherapeutischen Klangbehandlung teilzunehmen. Die Therapeutin saß auf einem Stuhl dem Patienten gegenüber, der ebenfalls auf einem Stuhl saß. Sie leitete den Patienten an, sanft die Augen zu schließen und sich auf seine Atmung zu konzentrieren. Sie spielte währenddessen die Saiten der Körpertambura an, die auf ihrem Schoß lag. Nach einer Spieldauer von ca. 10 Minuten gab der Patient die Rückmeldung, dass er spürte, wie sich seine Atmung durch den Klang entspannte. Er könne jetzt freier und tiefer atmen. Er konnte auch die grübelnden Gedanken loswerden, die normalerweise fast immer in seinem Kopf kreisten. Während der Klangbehandlung sei er ganz frei von Gedanken gewesen, sagte der Patient. In den folgenden Wochen erhielt der Patient mehrere musiktherapeutische Behandlungen mit der Körpertambura, die alle nicht länger als 10 Minuten dauerten. Dabei wurde ihm das Instrument auf seinen Wunsch hin auf den Brustkorb gelegt. Dieses Setting hatte den Effekt, dass sich sein Atmung weiter vertiefte. Er vertraute dem Klang der Körpertambura immer mehr, den er als ohne Anfang und ohne Ende erlebte, so wie einen ewigen Fluss aus Klang oder Licht. Der Klang half ihm dadurch, seine Angst vor dem Tod zu verlieren. Er empfand den Klang als tröstlich und zutiefst beruhigend. Kurz vor seinem Tod war er durch das Erleben des Klangs der Körpertambura überzeugt, dass es ein Leben nach dem Tod geben müsse. Einige Tage später verstarb der Patient friedlich im Beisein seiner Frau.
Die musiktherapeutischen Behandlungen mit der Körpertambura kontnen helfen, die Atemnot des Patienten zu lindern. Der Klang der Körpertambura half ihm, spirituelle Antworten auf die Frage nach dem Tod zu finden. Durch diese neuen Erkenntnisse konnte sich die Angst des Patienten vor dem Tod deutlich reduzieren, sodass er friedlich entschlief
Cordula Dietrich (aus: Rezeptive Musiktherapie in der Palliativversorgung – Ein ganzheitlicher Ansatz mit dem Klang der Körpertambura, Norderstedt 2023, S. 45f)
Klangstuhl® in Palliativstation: Schmerzbehandlung
Gabriele Kolb, Palliativschwester am Delme-Klinikum, Delmenhorst
Körpertambura® in Hospiz (Zimmer/Trost)
Der ambulante Palliativdienst bat mich, ein Ehepaar mit ihrer 8jährigen Tochter zu Hause zu begleiten. Die Mutter, ich nenne sie Maria, 39 Jahre alt, ist an Amyotropher Lateralsklerose im fortgeschrittenen Stadium erkrankt. Die Lähmung habe inziwschen ihren gesamten Körper erfasst. Sie könne nur noch kurze Zeit selbständig ohne Beatmungsgerät atmen. Sprechen falle ihr trozt Sprachcomputer sehr schwer, den sie aber über Augenkontakt noch bedienen könne. Maria leide unter Panikattacken, Luftnot, Schlafstörungen und starken Schmerzen. Der Ehemann wisse von dem baldigen Ende seiner Frau, sei mit der Situation aber restlos überfordert und mache sich neben der Angst um seine Frau große Sorgen um seine Tochter, so die Information der Ärzte an mich. (…) Als ich das erste Mal in die Familie komme, liegt Maria im Wohnzimmer in ihrem Bett. Über das Beatmungsgerät lächeln mich ihre Augen freundlich an, kaum zu sehen zwischen deinem riesigen Berg von Kissen und unzähligen Apparaten und Tropfständern. Die Tochter hüpft fröhlich und mit einer großen Selbstverständlichkeit um das Bett der Mutter herum und fragt mich neugierig, welches Instrument ich den mitgebracht habe. Und wieder geschieht dieses kleine Wunder: Die Klänge verändern sofort die Atmosphäre im Raum, schlagen eine Brücke zwischen Maria, der Tochter und mir, alle Scheu, Unsicherheit oder Fremdheit sind verschwunden. Maria schläft friedlich ein, Anna sitzt auf der Erde und summt zu den Klängen. Uns bleiben nur wenige Monate, in denen ich zwei Mal wöchentlich zu Maria gehe, meist sind wir allein. Immer aber stehen die Klänge der Körpertambura im Mittelpunkt. Sie strukturieren die Stunde, geben Halt und Sicherheit. Maria findet zwischen ihren kurzen Satzsequenzen Zeit zum Ausruhen, bis sie genug Kraft für eine Antwort, eine nächste Frage hat. Es entwickelt sich ein ständiges Wechselspiel zwischen Wort und Klang, kleine Einheiten mit häufig zusammenhanglos erscheinenden Wortfetzen, abwechselnd mit immer größer werdenden klanglichen Ruhepausen. Und dann häufig nach dem Körpertamburaspiel die Überraschung für mich, Marias zusammenhanglos erscheinende Worte ergeben bei der nächsten Wortsequenz einen Sinn. Ihr Aufschrei: „Ich bin doch noch so jung… warum muss ich jetzt schon sterben… was habe ich getan… ich habe mir meine Tochter so gewünscht, und nun kann ich meine Lebensaufgabe nicht erfüllen… warum, warum?“ (…)
Der Zustand von Maria verschlechtert sich zunehmend, Worte werden unwichtiger, die Klänge nehmen immer mehr Raum ein. Anna und ich spielen jetzt häufiger gemeinsam das Schlaflied auf der Körpertambura für die Mutter. Nach dem Spiel dann ein letzter kleiner Dialog zwischen Mutter und Tochter: „Ich weiß, Mama, dass du stirbst, aber du bleibst meine Mama. Du wohnst dann nur woanders, Du wohnst dann auf dem Himmelsweg 18 (dies ist die Hausnummer der Familie)“. Nach einer großen Pause antwortet Maria: „Meine Anna, du bist das Beste, was mir im Leben passiert ist.“
Als die Schwierigkeiten zu Hause wachsen, wird Maria auf die Palliativstation verlegt. Ihr Wunsch an mich ist, sie auch dort mit den Klängen bis zu ihrem letzten Atemzug zu begleiten. Die ganze Familie zieht auf die Station. Maria entspannt sich sichtlich, die Unruhe lässt nach. In wachen Momenten genießt sie ihre spielende Tochter, die auf der sommerlichen Wiese vor ihrem Fenster dicke Blumensträuße für sie pflückt, bevor sie ins Bett der Mutter hüpft.
Drei Tagen blieben Anna, dem Vater und Maria, um auf der Station von einander Abschied zu nehmen. Gemeinsam liegen sie tagsüber zu dritt im Bett, während die Körpertambura ihnen ihr Lied spielt. Am dritten Tag wurde Anna von den Großeltern abgeholt. Maria lag in den Armen ihres Mannes, der Arzt saß an ihrem Bett, und ich spielte die Körpertambura bis es ganz still im Raum wurde. Maria hatte ausgeatmet. (Marie-Luise Zimmer/Christiane Trost, in: Trost 2024, S. 244f)
Körpertambura® in Hospiz (Moelle)
Einen arabischen Mann begleite ich, noch nicht sehr alt. Die Tumore wölben sich durch die Bauchdecke, es sind seine letzten Tage. Er ist voller Wut, zornig auf die Welt, auf das Schicksal, er hält fest an dem Gedanken, in den nächsten Tagen zu seinem 10jährigen Sohn zu fliegen, um ihn ein letztes Mal zu sehen. Die Hoffnung gibt ihm Kraft, gleichzeitig wächst die Erkenntnis der Unmöglichkeit des Vorhabens. Sein arabischer Freund aus Kindheitstagen ist bei ihm. Über Gefühle sprechen ist schwierig, männliches Verstummen, Sprachbarrieren, wortlose, sprachlose Verzweiflung, Angst. Die Körpertambura aufzulegen macht Angst, zu viel, zu fremd, zu nah. Ich lege das Instrument auf meinen Schoß und fange an zu spielen. Der zarte, sphärische Klang beginnt den Raum zu füllen, wie ein leichter Nebel breiten sich die Töne in dem kleinen Zimmer aus, scheinen aufzusteigen. Sie weben sich zu einem Teppich aus leisen Tönen, die den Mann zu tragen scheinen, eine Verbindung zu anderen Welten aufnehmend. Der Klang berührt ihn, sein Herz öffnet sich den Gefühlen, für die er keine Worte finden kann. Tränen zu zeigen ist schwer, er geht in wortlosen Kontakt mit dem Bild seines Sohnes, das neben dem Bett steht. Auch sein Freund, ein großer schwerer Mann in arabischer Tracht, beginnt zu weinen, auch über mein Gesicht laufen die Tränen. Der Klang der Tambura öfffnet einen fast heiligen Raum, in dem wir drei mit den Herzen verbunden sind, jeder im Innersten berührt. Je länger ich spiele, desto mehr kommen beide Männer zur Ruhe, eine friedvolle, heilende Stille erfüllt den Raum, während die Klänge an- und abschwellen, beide Männer verfallen in einen heilsamen Schlaf. Mir scheint, als ob sich eine Melodie über dem Klangteppich zu erheben beginnt, der ich lausche. Ich spiele so lange, bis ich das Gefühl habe, dass der sterbende Mann sich im Inneren ausbalanciert hat: als ich gehe, hat sich etwas gelöst und innere Ruhe erfüllt ihn.
Janina Moelle
Literatur
Decker-Voigt, Hans-Helmut: Musiktherapeutische Tiefenentspannung – Einführung in eine Methodik rezeptiver Musiktherapie, Eres Edition, Bremen 2009
Nöcker-Ribaupierre, Monika (Hg.): Musiktherapie und Schmerz, Reichert, Wiesbaden 2008
Renz, Monika: „Erfahrungen an der Grenze des Erfahrbaren – Spiritulität und das Medium Musik“. In: Musiktherapeutische Umschau 28(3), S. 205-2016
Sandler, Hubertus: Das Körpermonochord in der Psychosomatischen Medizin – Subjektives Erleben und psychophysiologische Parameter. Universitätsmedizin Berlin, Dissertataion 2018
Trost, Christiane: Die Klangliege in der musiktherapeutischen Einzelarbeit, Reichert Verlag, Wiesbaden 2021
Trost, Christiane (Hg.): monochrome Saiteninstrumente in ambulanten und klinischen Settings, Reichert Verlag, Wiesbaden 2024

