Mai 2014
Im Berliner Lazarus-Hospiz wurde 2012 – 2013 von Dr. Michael Teut / Charité Universitätsklinik Berlin, Dr. Cordula Dietrich und Bernhard Deutz eine kleine qualitative Pilot-Studie durchgeführt. Die Ergebnisse der Studie sind nun bei BMC Palliativ Care veröffentlicht.
Wir haben untersucht, welche Erfahrungen palliativ versorgte Patienten mit einer rezeptiven Musiktherapie beschreiben. Elf Personen wurden mit der Körpertambura behandelt und danach in Interviews befragt, darunter drei Angehörige. Alle Patienten litten unter metastasierten Tumorerkrankungen und wurden palliativ behandelt.
Die Patienten berichten folgende Erfahrungen: Am stärksten und häufigsten wurde ein starkes Gefühl der Ruhe erlebt. Zudem beschrieben die Patienten angenehme Körperempfindungen (z.B. Leichtigkeit) und imaginierten schöne und entspannende Bilder beim Zuhören. 
Seit Abschluss der Studie führen Pflegekräfte des ambulanten wie auch stationären Lazarus-Hospiz eigenständig Klangbehandlungen fort, nachdem sie an einem von Cordula Dietrich und Bernhard Deutz geleiteten Einführungsseminar teilgenommen haben.

November 2014
Die Musiktherapeutin Mechthild Wrede hat auf der 17. Deutschen Mukoviszidose-Tagung in Würzburg ein Poster über ihre Forschungsarbeit präsentiert, das mit dem 1. Preis ausgezeichnet wurde:
„Vibro-akustische Tiefenentspannung mit der Körpertambura als musiktherapeutisches Behandlungsangebot für erwachsene CF Patienten und Begleitpersonen der FOR“
In dieser qualitativen Studie wurde die Gesamtwirkung der Klangbehandlungen von den erwachsenen Patienten ausnahmslos als körperlich positiv und durchweg entspannend empfunden. Zwei Drittel der Befragten bestätigten zudem eine stimmungsverbessernde Wirkung, die im Sinne der Salutogenese die Selbstfürsorge der Patienten und Begleitpersonen fördert.

Mai 2015
Im Anschluß an die unten beschriebene Studie im Berliner Lazarus-Hospiz wurde von Dr. Cordula Dietrich im St. Joseph-Hospiz in Südindien, einer Einrichtung für obdachlose Sterbende, eine kleine prospektive Fallstudie mit der Körpertambura durchgeführt – in Zusammenarbeit mit dem Institut für Sozialmedizin der Berliner Charité und der Gandhigram Rural University in Dindigul. Ihre  Ergebnisse sind nun im Indian Journal of Palliativ Care veröffentlicht.
10 Schmerzpatienten wurden wiederholt mit der Körpertambura behandelt und anschließend befragt. Die Behandlung wurde – wie schon von den Patienten im Lazarus Hospiz – überwiegend als sehr angenehm und entspannend empfunden. Zudem wurde von allen Patienten auf einer numerischen Schmerzskala eine deutliche Reduktion der Intensität ihrer körperlichen Schmerzen rückgemeldet.

Mai / November 2015
Im Rahmen einer derzeit noch laufenden wissenschaftlichen Untersuchung der Universität Heidelberg und der SRH-Hochschule werden auf der Palliativstation am Krankenhaus St. Vincentius in Heidelberg standardisierte musiktherapeutische Interventionen mit Monochord und Klangstuhl angeboten und evaluiert.
Die von Dipl.Psych Marco Warth auf dem Palliativkongreß 2014 in Düsseldorf mit einem Poster vorgestellte Studie Möglichkeiten der musiktherapeutischen Arbeit mit Monochord und Klangstuhl – Eine Einzelfalluntersuchung über den Behandlungsverlauf einer 74-jährigen Patientin mit Mammakarzinom zeigt, „dass die musiktherapeutische Arbeit mit Monochord und Klangstuhl Effekte erzielen kann, die über die bloße Entspannungsreaktion hinausgehen“.

Inzwischen liegt in der Zeitschrift für Palliativmedizin (Thieme-Verlag) ein ausführlicher Beitrag über diese Studie vor, in dem die Autoren zu dem Ergebnis kommen, dass  Behandlungen mit Monochord und Klangstuhl  „die Möglichkeit mit sich bringen, neben aktuell gut untersuchten Zielkriterien wie Schmerzreduktion, Wohlbefinden und Entspannung, auch komplexe emotionale Konflikte wie Verlusterfahrungen, Trauer und Ängste zu bearbeiten.“

Die Ergebnise der gesamten Studie zur Beurteilung entspannungsfördernder Effekte der Musiktherapie in der Palliativmedizin wurden im November 2015 im Deutschen Aerzteblatt veröffentlicht.

August 2016 / September 2014
Der Arzt und Osteopath Bernhard Hartwig hat im Rahmen seiner Master-Arbeit im Studiengang Komplementärmedizin der Uni Frankfurt/Oder eine Pilotstudie mit der Körpertambura bei Patienten mit Chronisch Obstruktiver Lungenerkrankung durchgeführt.
Die Untersuchung ergab, „dass die Klangbehandlung mittels einer Körpertambura – neben den schulmedizinischen, leitliniengerechten Therapien – eine zusätzliche, nebenwirkungsarme, aber durchaus klinisch wirksame Option für die Behandlung von COPD-Patienten darstellen kann, um deren Lebensqualität zu stabilisieren und zu verbessern.“
Ein Beitrag über diese Studie ist im August 2016 in der Zeitschrift  Forschende Komplementärmedizin (Karger-Verlag) erschienen. Die gesamte Studie finden Sie hier.
Die Studie wird auch vorgestellt auf der Seite Naturheilkunde und Komplementärmedizin der Carstens-Stiftung.

Juni 2017
In dieser quanitativen und qualitativen Pilotstudie wurde untersucht, „ob die Anwendung einer Klangtherapie mit einer Körpertambura bei laufender mediastinaler Radiotherapie (RT) das Befinden der Patienten verbessern kann.“

Die Psychologin Sidonia Sindermann, die die Studie durchgeführt hat, schreibt dazu: „Ich sehe die Seite der quantitativen Wissenschaft aus der Erfahrung dieser Studie kritisch, hinter den qualitativen Ergebnissen kann ich mit vollem Herzen stehen! Die tägliche Arbeit mit der Körpertambura zeigt mir, dass sich die Wirkung der Klänge auf einer anderen Ebene abspielt, als sie mit Worten und Zahlen zu erfassen ist – vielmehr öffnet sie einen Raum, der zum Unbewußten, zu etwas Unbeschreibbaren, zu einer anderen Zeitwelt und vielleicht manchmal zur Unendlichkeit führen kann. Das ist mir – ehrlich gesagt – wichtiger als Zahlen.
Und so freue ich mich weiterhin, nach heute genau 2 Jahren mit diesem wunderbaren Instrument den Patienten auf unserer Station etwas anbieten zu können, was über die schulmedizinische Behandlung hinaus geht.“

22. Februar bis 3. März 2019
Das Forum Kreativ ist ein Online-Kongress, bei dem die Musikerin und Klangtherapeutin Birgit Reimer Interviews mit 30 Musikern, Künstlern und Heilern geführt hat. Sie schreibt hierzu: „Schöpferische Kraft ist aus meiner Sicht der Schlüssel für Heilung, Selbstheilung und Glücksempfinden. „Heilsein“  bedeutet,  so wie ich es sehe, viel mehr als körperlich gesund zu sein, es bedeutet,  im Einklang mit sich selbst und dem inneren Seelenweg zu sein.“
Ich freue mich, hier auch dabei zu sein! In dem mit mir geführten Interview (Ausstrahlung am 24.Februar um 18.00h) geht es u.a. um den kreativen Prozess der Entstehung unserer Instrumente, um Zukunftsvisionen und die Frage, welchen Beitrag die Instrumente und Klänge für das Gesund-Sein von Menschen leisten können. Hier ein kleiner Ausschnitt.

Die Teilnahme am Forum Kreativ ist in der Zeit vom 22. Februar – 3. März kostenlos für alle Menschen, die sich dort anmelden. Zu einem späteren Zeitpunkt können die gesammelten Interviews auf DVD erworben werden.